Trainingslager 2001 in St. Auban, Südfrankreich

Das offizielle C-Kader-Trainingslager 2001 ist leider schon wieder vorbei - es fand von 04.03. bis zum 18.03.2001 wie in den vergangenen Jahren im südfranzösischen St. Auban statt.

Näere Informationen finden sich für C-Kader-Mitglieder und Trainer auf den "Internen Seiten"

Einen Rückblick zum Trainingslager 2000 bietet der von Joachim Treier und Marcel Stiehle für den Aerokurier geschriebene Artikel

Folgender Artikel über das diesjährige Trainingslager ist in der Mai-Ausgabe des Aerokurier erschienen:


Gummistiefel und Gran Paradiso

C- Kader Trainingslager in St. Auban

Als Auftakt zur Segelflugsaison 2001 fand das diesjährige Trainingslager der Nationalmannschaft der Junioren in den ersten beiden Märzwochen in St. Auban statt.

Auf der Grundlage der Erfahrungen der letzten Jahre und den Ergebnissen des Herbsttreffens 2000 sollte mit Unterstützung einer ganzen Reihe von qualifizierten Trainern und anderen sehr guten Segelfliegern das im Jahr 1998 begonnenen Trainingskonzept für den C-Kader weiterentwickelt werden. Es war oberste Zielsetzung, jeden Piloten möglichst individuell zu betreuen, Stärken und Schwächen zu analysieren, und gezielt zu trainieren.

Geplant war eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis, zugeschnitten auf die teilnehmenden Piloten. Im Vorfeld des Trainingslagers wurden in kleinen Gruppen anspruchsvolle Referate zu vielen Teilgebieten des Wettbewerbssegelfluges erarbeitet. Diese wurden dann jeweils in Theorieblöcken und an Schlechtwettertagen verarbeitet.

Der Flugplatz St. Auban wurde während der Zeit des Trainingslagers von keiner anderen Gruppe genutzt und es standen genügend Schleppmaschinen bereit. Einzig das Wetter wollte in der ersten Woche scheinbar nicht mitspielen - am Anreisetag und auch später goß es in Strömen. Um so größer war die Überraschung, als am nächsten Morgen die Sonne von einem lange nicht gesehen blauem Himmel schien und alle Zeichen auf Fliegen standen. Dieser Zweikampf von Regen und Sonne erstreckte sich über die komplette erste Woche, weshalb in dieser Zeit die ganz großen Strecken (noch) nicht drin waren.

Geflogen werden konnte aber natürlich trotzdem an den meisten Tagen. Die im Briefing gebildeten Gruppen wurden jeweils von einem der Trainer betreut, wobei die gesteckten Ziele meist nicht erreicht werden konnten. Das soll nicht heißen, dass deswegen schlecht geflogen werden konnte, im Gegenteil. Das Ergebnis waren viele spannende freie Flüge.

In der zweiten Märzwoche konnten dann die Gummistiefel und der Schlamm des Flugplatzes endgültig abgelegt werden, von nun an war Wetter. Die besten Bedingungen bot der 13. März mit strammem Mistral und damit einhergehenden guten Wellenflugbedingungen. Am Vorabend wurden Sauerstoffanlagen und heizbare Fußsohlen gecheckt, so dass es am Morgen zügig losgehen konnte. Einige nahmen das zuvor in der Theorie gehandelte Referat "In der Welle zum Matterhorn" beim Wort, konnten ihr Ziel jedoch wegen von nordwesten aufziehender Bewölkung nicht erreichen. Gegen 14:30 am Gran Paradiso zu sein und auf dem Rückweg aus 6000 Meter bei allerbester Sicht Turin vor den Füßen liegen zu haben ist aber auch eine Entschädigung.

An den folgenden Tagen waren solche weiten Fl¨ge leider nicht mehr möglich. Bei zum Teil sehr guten thermischen Bedingungen ging es meist richtung Norden bis Briancon/Plampinet und dann über Wenden im Westen und Südosten zurück nach St. Auban.

Der besondere Dank der Teilnehmer gilt neben den Trainern Matthias Schunk, Carsten Freyer, Hans Martin Tronier, Tassilo Bode, Reinhard Schramme und Michael Grund den Firmen Alexander Schleicher Flugzeugbau und Schempp-Hirth, die kostenlos Flugzeuge (ASW 28, Duo Discus und Ventus2) für das Trainingslager zur Verfügung stellten.

Felix Winkelmann