Liebevoll zusammengestellt von Christel Klauke
Bereits im 19. Jahrhundert hatte ein Schmallenberger
Bürger, der Bildhauer Kaspar Hamm, (1800 – 1867) den „Traum vom Fliegen“. Er
sprang mit angeklebten Hühner- und Gänsefedern und Korbwannen an den Armen aus
der Dachluke seines Hauses auf die darunter liegende Dungstätte. Der Versuch
endete mit einem Rippenbruch. Im Volksmund brachte ihm dieser Flugversuch den
Namen „Floigenkaspar“ ein. Die Fluggemeinschaft Rennefeld in Schmallenberg setzte ihm auf dem alten
Friedhof auf dem Werth ein Denkmal mit der Inschrift
Häv Bieller hoggt
un Voih kureiert
un äuk et Floigen
mol probeiert,
doch’t Floigen is mey nit
gerohn,
Hiär lot mik
siellig oberstohn.
(Habe Bilder gehauen und Vieh kuriert und auch das
Fliegen mal probiert, doch das Fliegen ist mir nicht gelungen, Herr lass mich
selig auferstehn)
Im Jahre 1933 wurde von flugbegeisterten
Schmallenberger Männern und Frauen der erste Luftsportverein in Schmallenberg
gegründet. Der Luftsportverein nannte sich DLV (Deutscher Luftsportverband)
Ortsgruppe Schmallenberg. 1. Vorsitzender von 1933 – 1945 war Anton Mönig aus Schmallenberg. In mühsamer Arbeit bauten
Mitglieder des Vereins in den Schreinerwerkstätten Hardebusch
und Witte einen Schulgleiter, und dieses Flugzeug wurde 1935 unter großer
Beteiligung der Schmallenberger Bürger durch den Bürgermeister Krass auf den
Namen „Floigenkaspar“ getauft.
Die Schulung der Schmallenberger Segelflieger fand
auf dem Fluggelände in Schüren bei Meschede statt. Nachdem August Stockhausen
eine Ausbildung als Fluglehrer absolviert hatte, konnte in Schmallenberg am Aberg geschult werden. Nahe dem Fluggelände, auf dem
Grundstück des Baron von Fürstenberg, wurde von den
Vereinsmitgliedern eine Flugzeughalle gebaut. Die Finanzierung erfolgte durch
Eigenleistung, Spenden und mit Hilfe der Stadt Schmallenberg
Als 1939 der Krieg ausbrach, war es vorerst mit
diesem schönen Sport zu Ende, und keiner wusste, wie lange diese Unterbrechung
dauern sollte. Die meisten Mitglieder wurden eingezogen - und für lange Zeit
wurde es still auf dem Segelfluggelände am Aberg.
15 Segelflieger waren im II. Weltkrieg gefallen oder
verstorben.
Nach Kriegsende 1945 traf alle Flieger und
Segelflieger das Verbot der Siegermächte, nicht mehr fliegen zu dürfen, gleich
hart. Erst nach 6 Jahren wurde das Flugverbot aufgehoben.
Am 19. Mai 1951 fand auf Veranlassung von August
Stockhausen und Ewald Schüssler eine
Gründungsversammlung im Gasthof „Zur Krone“ (Penne) statt. Auf dieser
Versammlung wurde der Luftsportverein neu gegründet. Er nannte sich Aero-Club
Schmallenberg. In der Gründungsversammlung wurde von 35 Mitgliedern der
Vorstand gewählt:
Karl Theo Kevekordes 1. Vorsitzender
Wilhelm Göddeke Geschäftsführer
Albert Hoffmann Kassierer
Ewald Schüssler Bauleiter
Auf einer der folgenden Versammlungen beschloss man
den Kauf eines neuen Schulgleiters (SG 38). Die Finanzierung erfolgte mit einem
Kredit der damaligen Sparkasse des Amtes Schmallenberg. Das bisherige
Fluggelände am Aberg konnte durch die zuständigen
Behörden wieder zugelassen werden.
Im Herbst 1952 fand im Grafschaft-Tal
eine Flugwerbewoche statt. Mit einem doppelsitzigen
Segelflugzeug (Mü 13 E) wurden erstmals nach dem
Krieg wieder Gast- und Schulflüge veranstaltet. Pilot war Walter Molz, der spätere Fluglehrer des Vereins. Im Dezember 1952
konnten unter der Leitung des Fluglehrers Karl Bölting
aus Büenfeld die ersten Gummiseilstarts erfolgen.
1953 entschloss sich der Aero-Club Schmallenberg zum
Kauf eines doppelsitzigen Segelflugzeugs der neueren
Generation vom Typ Ka 2 „Rhönschwalbe“. Der Kaufpreis
von 8.500 DM konnte allein von den Schmallenberger Segelfliegern nicht
aufgebracht werden. Man entschloss sich, mit den Nachbarvereinen Fredeburg und
Meschede eine Fluggemeinschaft zu gründen. Für die Doppelssitzer-Schulung
war ein Gelände auf dem Rennefeld zwischen Werpe und Wormbach geeignet und
zugelassen. Die zum Start eines Segelflugzeugs erforderliche Winde bauten in
Eigenleistung Mitglieder des Vereins unter Anleitung von August Stockhausen.
Das Kernstück der Winde – ein 100 PS starker Maybach-Motor – wurde in einen
ausgedienten Feuerwehrwagen eingebaut, den die Stadt Schmallenberg spendete.
Zum Ausziehen des Schleppseils setzte man ein altes englisches Motorrad mit
Beiwagen ein.
Nach der Zulassung des Fluggeländes Rennefeld durch die Luftaufsichtsbehörde in Münster am 15.
Dezember 1953 erfolgten bereits am 31. Januar 1954 die ersten Starts auf dem
neuen Gelände. Für die Ausbildung der Segelflieger waren die Fluglehrer Karl Bölting, Walter Molz und Hans
Günter Heinzel zuständig.
Anzahl der Flugschüler: Schmallenberg 16, Fredeburg
5 und Meschede 35, insgesamt 56 Schüler.
Die Landungen auf dem Gelände waren schwierig. Im
Osten erfolgte die Landung über einen Tannenwald – die Landefläche betrug etwa
180 Meter - , im Westen musste direkt hinter einer
Hochspannungs-Freileitung auf einer ebenfalls sehr kurzen Fläche gelandet
werden.
Es entwickelte sich bereits im Jahr 1954 ein reger
Flugbetrieb. Die Taufe der Rhönschwalbe erfolgte auf Wunsch der Mescheder
Fliegerkameraden in Meschede auf dem Sportplatz „Im schwarzen Bruch“ auf den
Namen des Mescheder Flugpioniers „Arnold Flues“.
Die Flugzeuge Ka 2 und SG
38 waren in der Schützenhalle in Wormbach untergestellt.
Auf einem Anhänger, der von einem Traktor gezogen wurde, konnten die Flugzeuge
zum Flugplatz transportiert werden. Der Preis eines Schulstarts lag bei 1,--
DM, der eines Passagierstarts bei 10,-- DM.
Im August 1955 fand in Oerlinghausen
die 1. Deutsche Segelflugmeisterschaft nach dem II. Weltkrieg statt. Die
Fluggemeinschaft Rennefeld nahm an dieser
Meisterschaft mit der Rhönschwalbe teil, – Pilot Hans Günter Heinzel, Kopiloten August Stockhausen und Ewald Schüssler. Die Fluggemeinschaft belegte den 4. Platz in der
Doppelsitzerklasse.
Nach gründlicher Schulung erfolgten im Oktober 1955
die ersten Alleinflüge auf dem Schulgleiter SG 38. Für Hochstarts an der Winde
baute August Stockhausen eine Sitzverkleidung (Boot) um den sonst offenen Pilotenssitz. A und B-Prüfungen schafften die
Schmallenberger Segelflieger Arnold Mönig, Albert
Hoffmann, Jost Vollmert, Karl Dahm, Walter Mohren,
Ulli Ermecke sowie Günter Hinkel, Meschede und Benno Rameil, Finnentrop.
Nach einem Lehrgang bestand Ewald Schüssler 1956 die Fluglehrer-Prüfung.
Anfang 1957 trat der LSV Meschede aus der
Fluggemeinschaft Rennefeld aus, um auf dem wieder
zugelassenen Fluggelände in Schüren zu fliegen. Die Fluggemeinschaft Rennefeld bestand jetzt noch aus den Vereinen Fredeburg und
Schmallenberg.
Eine weitere wichtige Aufgabe für die
Fluggemeinschaft war der Bau einer neuen Flugzeughalle. Der Kostenvoranschlag
für eine 10 x 25 Meter große Flugzeughalle belief sich auf 20.000,- DM. Die
Stadt Schmallenberg bewilligte einen Zuschuss, das Land NRW stellte ebenfalls
eine größere Summe zur Verfügung, der Rest wurde durch Eigenleistung
aufgebracht. Am 29. September 1957 fand die kirchliche Einweihung der
Flugzeughalle durch Herrn Dechant Rüsing aus Wormbach statt.
Im gleichen Jahr wurde eine neue Winde in einen
amerikanischen Straßenkreuzer Cadillac in Eigenleistung eingebaut. Ein
VW-Kübelwagen aus dem II. Weltkrieg konnte als Seilrückhol-Fahrzeug angeschafft
werden.
Nach 6 Jahren harter Arbeit betrug das Vermögen der
Fluggemeinschaft ca. 68.000,- DM.
1958 feierte die Fluggemeinschaft Rennefeld „25 Jahre Flugsport in Schmallenberg“.
Zu diesem Anlass wurde der Gedenkstein zu Ehren des Floigenkaspars auf dem alten Friedhof eingeweiht.
1959 erhielt August Stockhausen das Diplom „ Otto
Lilienthal“, Georg Beckmann legte die Prüfung als Segelfluglehrer ab, und die
Fluggemeinschaft Rennefeld kaufte ein zweites doppelsitziges Schulungs-Segelflugzeug vom Typ Ka 7.
Zur besseren Übersicht musste ein Kontrollturm
errichtet werden.
1963 legte Paul Stracke seine Prüfung als
Segelfuglehrer ab, nun standen der Fluggemeinschaft 3 Segelfluglehrer zur
Verfügung.
1964
wurde die Motormaschine Auster MK 5 durch eine neue Maschine Beagle-Terrier
ersetzt. Weiter baute die Fluggemeinschaft eine neue Doppeltrommel-Winde.
1965
wurde die Flugzeughalle umgebaut und erweitert und ein neues einsitziges
Segelflugzeug vom Typ Ka 8b gekauft.
1968
bestand Konrad Reimann seine Prüfung als Fluglehrer und erwarb die Berechtigung
für Motorflug.
Die
Außenanlagen wurden verbessert und ein Kinderspielplatz angelegt.
1970 fand auf dem Flugplatz Rennefeld
ein „Internationales Astronomisches Jugendlager“ statt. Die Teilnehmer kamen
aus USA, der Schweiz, Italien, Holland, England, Belgien, Spanien, Tunesien und
Deutschland. Organisator des Jugendlagers waren Werner Liesmann
aus Hundesossen und Mitglieder der Fluggemeinschaft.
1971
erwarb die Fluggemeinschaft einen doppelsitzigen
Motorsegler vom Typ SF 25b.
Bereits im Vorjahr hatten mehrere Vereinsmitglieder
ihre Lizenz für Motorsegler erworben. Ewald Schüssler
und Paul Stracke legten ihre Prüfung als Motorsegler-Lehrer ab.
Um Schüler und Jugendliche für den Flugsport zu
begeistern, wurde mit dem Gymnasium Schmallenberg eine Schülerfluggemeinschaft
gegründet. Um der Nachfrage gerecht zu werden, wurde ein neues doppelsitziges Schulungs-Segelflugzeug vom Typ ASK 13
angeschafft.
1972
Ankauf einer neuen viersitzigen Schlepp- und Reisemaschine vom Typ Jodel DR 300, die Beagle Terrier wurde in Zahlung gegeben.
1973 Eintritt
der Fluggemeinschaft Rennefeld in die Flugplatz-GmbH Hochsauerland.
Die Flugplatz- GmbH Hochsauerland wurde im Jahr 1965
gegründet mit dem Ziel, im Raum Schmallenberg einen leistungsfähigen Flugplatz
zu schaffen. Als Gesellschafter traten der Flugplatz- GmbH die Städte
Schmallenberg, Fredeburg und Winterberg sowie namhafte heimische Firmen bei.
Nachdem der Regierungspräsident in Münster mit
Verfügung vom 26.06.1972 die Genehmigung zum Ausbau des Segelfluggeländes Rennefeld zu einem Sonderlandeplatz erteilt hatte, beschloß die Flugplatz-GmbH im
Januar 1973, den Ausbau durchzuführen.
Dieses Vorhaben war nur möglich durch die Weitsicht
und Unterstützung aller Kommunal-Politiker und durch den besonderen Einsatz
unseres Bürgermeisters Paul Falke. Mit der Katholischen Kirchengemeinde Wormbach wurde ein neuer Pachtvertrag abgeschlossen, und
somit begann der Ausbau. Die Kosten trug das Land Nordrhein-Westfalen, der
Kreis Meschede und die Fluggemeinschaft Rennefeld,
letztere in Form von Eigenleistungen.
1975 Während des Ausbaus konnte auf dem Platz nur
beschränkt geflogen werden; geschult wurde auf dem Nachbarflugplatz Schameder bei Erndtebrück.
Nach gut 1-jährigem Ausbau erhielt die
Fluggemeinschaft am 18.07.1975 die behördliche Genehmigung des Regierungspräsidenten
in Münster zur Inbetriebnahme des Sonderlandeplatzes „Schmallenberg-Rennefeld“.
Der neue Platz ist zugelassen für Motorflugzeuge
(ein- und zweimotorige bis 2000 kg), Hubschrauber, Motorsegler und
Segelflugzeuge (Flugzeug- und Windenschlepp).
Die Start- und Landebahn hat eine Länge von 800x30 m
mit Rollweg.
1976 Die offizielle Einweihung des neuen Platzes, in
Verbindung mit einem „Fly In“ und einem Flugtag, war
am 24.und 25. Juli.
Im gleichen Jahr kaufte die Fluggemeinschaft ein
neues Segelflugzeug ASW 19 mit Transportwagen, das bei einer Außenlandung
während des Sauerland-Wettbewerbs 1977 zu Bruch ging.
1977 wurde vom 09. bis 24. Juli zum ersten Mal auf
dem Rennefeld der Sauerland-
Segelflug-Wettbewerb ausgetragen, 20 Segelflugzeuge
nahmen daran teil.
In der Clubklasse beteiligten sich Konrad Reimann,
Gregor Vogt und Hans-Georg Gloth.
Konrad Reimann landete auf dem 2. Platz, das Team
Vogt / Gloth belegte den 8. Platz
1978 Anschaffung einer zweiten viersitzigen
Motormaschine vom Typ Jodel DR 400 sowie eines
einsitzigen Segelflugzeugs vom Typ Astir.
1979 sagte der Verkehrsausschuß
des Landes NRW zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit und zum Erhalt des
Flugplatzes Schmallenberg-Rennefeld eine langfristige
Förderung zu. Mit dieser Zusage konnte der zweite Bauabschnitt – eine
Flugzeughalle mit Vorfeld und Tankanlage – begonnen werden.
1980 Fertigstellung der neuen Halle mit den
Maßen 40 x 20 m mit Vorplatz und Tankanlage (Fassungsvermögen
25000 Ltr.)
Unter außergewöhnlicher finanzieller Beteiligung
einiger Mitglieder erwarb die Fluggemeinschaft ein mittlerweile selten
gewordenes Flugzeug vom Typ PA 18, das vollkommen überholt wurde.
1983 wurde der Platz mit Genehmigung des
Regierungspräsidenten in Münster für
Fallschirmabsprünge zugelassen. Der Fallschirmsport-Club Leverkusen e.V.
kam als Gastverein auf unseren Platz.
Im Zuge der Sicherheitsmaßnamen wurde der Platz in
östlicher Richtung mit Unterstützung des Landes NRW um 100 m erweitert.
Die alte Flugzeughalle wurde in Eigenleistung für
Lehrgänge und Veranstaltungen umgebaut und ein neuer Schulungs- und
Aufenthaltsraum eingerichtet.
1983 feierte die Fluggemeinschaft Rennefeld ihr 50-jähriges Bestehen. Eine große
Jubiläumsveranstaltung fand in der Hawerlandhalle Wormbach statt mit Gästen aus Landes-, Kreis- und
Kommunalpolitik, Vertretern der Bezirksregierung Münster, hochrangigen
heimischen Wirtschaftsvertretern und Nachbarvereinen. Der Vizepräsident des
Deutschen Aero-Clubs Reinhold Krämer verlieh das Dipolm
„Otto Lilienthal“ an die Fluggemeinschaft Rennefeld,
die Stadt Schmallenberg, Dieter Siebert und Paul Stracke. Die goldene
Ehrennadel bekam Ewald Schüssler.
Im Jubiläumsjahr wurde auf dem Rennefeld
zum 2. Mal der Sauerland-Segelflugwettbewerb mit 21 Flugzeugen ausgetragen und endete mit einem Großflugtag.
1985 in der Jahreshauptversammlung am 26.01. trat
der 1. Vorsitzende der Fluggemeinschaft Dr. Josef Knipschild
aus Krankheitsgründen zurück. Die Versammlung dankte ihm für 13 Jahre
Vorstandsarbeit und wählte ihn zum Ehrenvorsitzenden.
Zum Nachfolger wurde Ewald Schüssler
gewählt.
1985
beendete Andreas Hennes aus Saalhausen erfolgreich
seine Ausbildung als Segelfluglehrer.
Mit
großzügiger Unterstützung von Stadt, Kreis, dem Verband und Mitgliedern wurde ein neues Kunststoff-Segelflugzeug G 103 Twin Astir als Doppelsitzer-Schulmaschine gekauft. Mit diesem
Flugzeug kann auch
Kunstflug ausgeführt werden. Diese Möglichkeit nutzten drei Jahre später drei
Fluglehrer unseres Vereins – Paul Stracke, Klaus Lorenz und Heinz Enste – und erwarben nach einem 1-wöchigen, von Paul
Stracke organisierten Kunstfluglehrgang die Kunstflugberechtigung. Das Zusehen
bei ihren Prüfungsflügen war für die Zuschauer wie ein kleiner Flugtag.
1986 Als
Dank und Anerkennung für ehrenamtliche Tätigkeit im Verein wurde den
Mitgliedern Walter Bröker,
Elisabeth Schauerte, Christel Klauke, Fritz
Schutzeichel und Bernhard Henkel das Diplom „ Otto Lilienthal“ verliehen.
1987
verließ der Fallschirmspringer-Club Leverkusen e.V. den Flugplatz Rennefeld.
1988 Beim
Sauerland Wettbewerb erreichte Frank Beckemann in der
Club-Klasse den 1. Platz.
Im
gleichen Jahr wurden Frank Beckmann, Andreas Hennes
und Klaus Lorenz als Motorsegler-Lehrer und Ulf Klinger als neuer
Segelflug-Lehrer ausgebildet.
1989 kam der Fallschirmspringer-Club Iserlohn als
Gastverein zum Rennefeld.
Am
Montag, dem 06.11.1989, wurden bei einem Schwelbrand rd. 80 % des Flugzeugbestandes der Fluggemeinschaft Rennefeld vernichtet. Weitere Schäden entstanden an der
großen Flugzeughalle der Flugplatz GmbH und an einer Cessna-Absetzmaschine des
Fallschirmspringerclubs Iserlohn.
Die
Fluggemeinschaft hatte Totalschaden an dem Motorsegler SF 25 und 2
Segelflugzeugen zu beklagen. Ein Motorflugzeug sowie 1 Leistungs-Segelflugzeug
konnten nur mit hohem finanziellen Aufwand grundüberholt werden. Der
Gesamtschaden an Flugzeugen lag bei rd. 270.000,-- DM. Alle Flugzeuge waren zum
Zeitwert versichert, damit entstand dem Verein eine finanzielle Unterdeckung
von rd. 100.000,- DM.
1990 Nach
rd. 1 Jahr konnte der Verein dank großzügiger Spenden der Mitglieder und
Unterstützung durch die Stadt Schmallenberg eine finanzielle Ausstattung
erreichen, die eine Wiederbeschaffung des ursprünglichen Flugzeugparks
ermöglichte. Im Spätsommer 1990 konnte ein neuer Motorsegler SF 25 C mit dem
Kennzeichen D – KIOA erworben werden. Im
Rahmen unseres Fluplatzfestes wurde der neue
Motorsegler vorgestellt und nach gutem altem Brauch gesegnet.
Vom 17. – 22. Juli fand zum 3. Mal der Sauerland
Segelflugwettbewerb auf dem Flugplatz Rennefeld
statt. Frank Beckmann errang den 2. Platz in der Club-Klasse sowie Ulf Klinger
und Volker Stracke den 4. Platz in der Doppelsitzer-Klasse.
1991 Auf
der Jahreshauptversammlung am 02. Februar gab der 1.Vorsitzende der
Fluggemeinschaft Rennefeld Ewald Schüssler
seinen Entschluß bekannt, sich aus Krankheitsgründen
nicht mehr zur Wahl zu stellen und sich aus dem Vorstand zurückzuziehen. Die
Versammlung ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden.
Zu seinem
Nachfolger wurde Hans Zeumer aus Fredeburg gewählt.
Am
20.04.1991 wurde ein neues einsitziges Hochleistungs-Segelflugzeug DG 300 mit
dem Kennzeichen D-5351 gekauft und am 30.09.1992 als Ersatz für die verbrannte Twin Astir ein neues
Doppelsitzer-Schulungssegelflugzeug Twin III mit dem
Kennzeichen D-0591 angeschafft.
1992
wurde die ehemalige Hubschrauberhalle der Fa. Falke der Fluggemeinschaft Rennefeld übertragen und als Werkstatt für Wartungs- und
Überholungsarbeiten an Flugzeugen
eingerichtet.
Mit
Christoph Bauermeister bekam der Verein einen neuen Segelfluglehrer.
1993
wurde das in die Jahre gekommene Segelflugzeug Jeans Astir
verkauft und durch ein einsitziges Leistungs-Segelflugzeug LS 1 mit dem
Kennzeichen D 0382 ersetzt.
Der Bau eines neuen Kontrollturmes mit
Vorbereitungsraum und Büro durch die Flugplatz GmbH mit Mitteln des Landes NRW
und Eigenleistung des Vereins wurde 1992
begonnen und 1993 fertiggestellt. Am
04.07.1993 wurde der Turm in einer Feierstunde eingeweiht und seiner Bestimmung
übergeben. Anwesend waren der Bürgermeister Belke-Grobe,
Stadtdirektor Halbe, Stadtkämmerer Schrewe, Vertreter
der Regierung Düsseldorf und des Finanzbauamtes Dortmund. Begrüßt wurden die
Besucher durch den 1. Vorsitzenden der Fluggemeinschaft Rennefeld
Hans Zeumer und den Geschäftsführer der Flugplatz
GmbH Dieter Neumann. Es kam zu einer
würdigen und eindrucksvollen Feier, als Pastor Kleffner
aus dem Nachbarverein Attendorn -seit langem mit der
Fliegerei und dem Rennefeld verbunden - den neuen
Turm segnete und das VATER UNSER sprach.
Aus Anlass der Einweihung und weil es dringend nötig
war, wurde der Vorplatz vor der Kantine, der alten Flughalle und dem neuen Turm
neu gepflastert.
1994
änderte der Fallschirmsportclub Iserlohn seinen Namen und nennt sich nunmehr
Fallschirmsportclub Sauerland. Er ist fester Bestandteil des Flugbetriebes und
führt jährlich ca. 1.300 Sprünge durch.
Bei den stattfindenden Flugplatzfesten setzt er mit seinen bunten Fallschirmen
bei den Vorführungen immer ein Highlight.
Am
03.03.1994 landeten Bundeskanzler Kohl und der NRW-Innenminister Schnoor mit
einem Hubschrauber aus Anlass des 750-jährigen Stadtjubiläums auf dem Rennefeld.
Im Verlaufe dieses Jubiläums fand am 11.09. ein
historischer Festzug statt, an dem die Fluggemeinschaft Rennefeld
sich mit einem „Floigenkaspar-Wagen“ beteiligte. Der
Sprung des Floigenkaspars Alex Vollmert
war einer der Höhepunkte im Festzug.
Die
Fluggemeinschaft hatte Gelegenheit, eine neuwertige Motormaschine vom Typ Jodel Regent DR 400 zu kaufen. Die Finanzierung war nur
möglich durch den günstigen Verkauf der 1978 angeschafften Motormaschine Jodel DR 400. Die Überführung der neuen Motormaschine mit
dem Kennzeichen D-EWSR erfolgte am 02.08.1994 durch Dieter Siebert.
1995
nahmen 3 jugendliche Mitglieder unseres Vereins an dem Segelflugwettbewerb
„Krähenfliegen“ in Münster-Telgte teil. Frank Demelius
landete mit der LS 1 D-0382 in der Standard-Klasse auf dem 2. Platz, Jasmin Richter und Dirk Oberstadt
mit der Ka 8 D-5431 in der Club-Klasse auf dem 3.
Platz.
Eine
Ehrung für verdiente Mitglieder wurde Ewald Schüssler
und dem langjährigen technischen Leiter Walter Bröker
aus Winterberg zuteil, sie erhielten die Silberne Ehrenmedaille des Aero-Clubs.
Am
08.01.1996 brach aus nicht geklärter Ursache ein Schwelbrand in der Holzwerkstatt aus, bei dem die gesamte
Inneneinrichtung zerstört wurde.
Der Rumpf
des Segelflugzeugs Ka 13 und der Rumpf der
Motormaschine PA 18, die zur Überholung in der Werkstatt standen, wurden stark
beschädigt.
In den
vergangenen 3 Jahren wurde intensiv über die Verwendung des alten Kontrollturms
nachgedacht, Pläne gemacht und wieder verworfen. Schließlich wurde am
01.06.1996 der 1960 errichtete Kontrollturm abgerissen und entsorgt. An dessen Standort
wurde ein Kantinenanbau errichtet, - Richtfest wurde am 28.06. gefeiert – und
die Fertigstellung kann als wohl gelungen bezeichnet werden.
Im Juli
1996 wurde zum 4. Mal der Sauerland Wettbewerb auf dem Rennefeld
ausgetragen, bei dem das Wetter nicht so gut mitspielte. Die Vereinsmitglieder
Volker Mahnke, Ulf Klinger, Sabrina und Michael
Schmidt nahmen daran teil.
1997
konnte Frank Demelius als neuer Segelfluglehrer der
Fluggemeinschaft begrüßt werden.
Am 29.05.1997 trug der seit 1989 auf dem Rennefeld beheimatete Fallschirmspringerclub Iserlohn aus
Anlass seines 25-jährigen Bestehens die Landesmeisterschaft im
Fallschirmspringen aus.
Am
02.11.1997 verstarb unerwartet unser Ehrenvorsitzender Ewald Schüssler.
Er hatte
seit Neugründung der Fluggemeinschaft im Jahre 1951 durch unermüdlichen
persönlichen Einsatz am Aufbau und der Fortentwicklung des Vereins maßgeblichen
Anteil. In über 40-jähriger Tätigkeit hat er den Luftsport und die
Fluggemeinschaft Rennefeld in der Stadt Schmallenberg
zu einer anerkannten und geschätzten sportlichen Stätte mit aufgebaut.
Durch
seine fliegerischen und pädagogischen Fähigkeiten war er über Generationen
hinweg als Fluglehrer und Flugleiter tätig, wobei er die Jugendarbeit besonders
gefördert hat. Seine Begeisterung und sein Engagement für den Luftsport wirkten
über seinen Verein hinaus bis in den Bezirk und Landesverband. Seine Leistungen
wurden durch höchste Auszeichnungen und Ehrungen anerkannt.
1999
wurden durch Eigenleistung der Jugendgruppe unseres Vereins ein neuer
Spielplatz und ein neuer Grillplatz angelegt, die „Kral“ genannte Grillhütte
wurde erneuert.
2000 Auf
der Jahreshauptversammlung am 11.03.2000 hat sich der 2. Vorsitzende unseres
Vereins Dieter Siebert nach über 35-jähriger Vorstandsarbeit aus dem operativen
Geschäftsbereich verabschiedet. Er erhielt in Anerkennung und Würdigung seiner
Verdienste für den Verein und den Luftsport die Ehrenmitgliedschaft und als
Zeichen des Dankes das Emblem der Fluggemeinschaft den „Floigenkaspar“
in Gold verliehen.
Die
gleiche Anerkennung und Würdigung erhielt auch der langjährige technische
Leiter Walter Bröker aus Winterberg.
Im April
2000 wurde durch das Ministerium in Münster die Struktur der Luftaufsicht
geändert. Die Regierung hatte bisher den Flugplatzhaltern für Hoheitsaufgaben,
die den Luftraum an Flugplätzen betreffen, eine begrenzte Anzahl Beauftragte
für Luftaufsicht (BfL) mit Mindestqualifikation
(PPL-A Berechtigung) zur Kontrolle aller startenden und landenden Flugzeuge
vorgeschrieben. Die Luftaufsichtsbehörde hat ab April 2000 „ Flugleiter“ mit
Funksprech-Berechtigung für dieses Aufgabengebiet zugelassen.
2001. In
einer Jubiläumsfeier am 12.und 13. Mai erinnerte der Verein an die Neugründung
nach dem II. Weltkrieg, an diesen denkwürdigen und mutigen Beschluss für den
Neubeginn des Fliegens im Raum Schmallenberg.
Die
Fliegerkameraden Albert Hoffmann und Franz-Josef Mönig
haben aus alten Fotos und Filmabschnitten einen Video-Film „Flugsport im Raum
Schmallenberg“ aufgearbeitet und im Rahmen der Jubiläumsfeier vorgestellt.
Am 01.07.2001 hat sich die
Modell-Fliegergruppe, die der Fluggemeinschaft seit 1957 angegliedert war und
seit Jahren sehr erfolgreich auf Wettbewerben flog, selbständig gemacht, weil
die haftungsrechtliche Lage durch die Erweiterung und Genehmigung des
Fluggeländes zwischen Wormbach und Berghausen dies
unumgänglich machte. Der neue Verein nennt sich Modell-Flieger-Club (MFC) Rennefeld e.V. und bleibt der Fluggemeinschaft
freundschaftlich verbunden.
Ab 2001 nun
auch Internetpräsens unter unseren Namen „ www.rennefeld de.“ „www.flugplatz-rennefeld
de.“ und„www.schmallenberg-rennefeld de.
2002
Sebastian Hömberg hat den Fluglehrer-Lehrgang
erfolgreich absolviert und ist nun neuer Segelfluglehrer der Fluggemeinschaft.
Am
24.-26. Mai 2002 fand zum 1. Mal das Internationale Drachenfest auf dem Rennefeld statt. Es war ein voller Erfolg, der bei den
Zuschauern gut ankam.
Das Jugend-Vergleichsfliegen
des Bezirks 12 fand im Juli 2002 auf unserem Platz statt.
Anfang
Oktober wurde als Ersatz für die altgediente Ka 13, die bei einer harten Landung so beschädigt wurde,
dass eine Reparatur sich nicht lohnte, ein neues doppelsitziges
Hochleistungs-Segelflugzeug ASK 21 angeschafft, das am 12.10.2002 auf den Namen
„Hawerland“ getauft wurde, gleichzeitig wurde die neue Doppeltrommel-Winde mit
modernstem technischen Know-how der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Geistlichen
beider Konfessionen teilten sich die Weihe und die Ansprachen. Eingeladen waren
Vertreter der Nachbarvereine, Bürgermeister Halbe, Vertreter der Stadt
Schmallenberg, Flugplatz GmbH, Banken und die am Bau der Winde beteiligten
Firmen.
2003 Im
Sommer wurde ein Schnupperkurs mit dem Motto „Fliegen mal ausprobieren“angeboten
und durchgeführt.
Das 2.
Drachenfest auf dem Rennefeld am 25.und 26. Mai 2003
war wieder ein gut besuchtes Ereignis.
Die
Jahreshauptversammlung der Ultraleicht-Flieger (DULF) fand im September 2003
auf unserem Flugplatz statt. Alfred Schnüttgen –
selbst UL-Flieger – hatte dies angeregt und
organisiert. Leider kamen wetterbedingt die meisten Teilnehmer mit dem Auto
statt mit ihren UL’s.
Im Jahresverlauf 2003 wurden die Pachtverträge mit
der Kirchengemeinde Wormbach erneuert. Durch
Gespräche und Ortstermine mit dem Kirchenvorstand, der Flugplatz GmbH und der
Fluggemeinschaft konnte eine zufriedenstellende
Einigung erzielt werden. Der Vertrag hat, wie auch der vorhergehende, eine
Laufzeit von 30 Jahren.
Im Sommer
war unser Flugplatz Kulisse für Filmaufnahmen der WDR-Sendung „Klingendes NRW“.
Mit unserer Jodel-Regent D-EWSR und Hans-Georg Gloth
am Steuer wurde der Moderator der Sendung Gisbert Baltus
durch ganz NRW geflogen. Die Sendung und die Entstehung der Aufnahmen waren
eine interessante Geschichte.
2004 Im
Mai hat eine englische Hubschrauber-Staffel ein Mannöver
auf dem Rennefeld durchgeführt. Die Soldaten waren
für uns gern gesehene Gäste.
Gleichfalls im Mai fand das 3. Drachenfest statt,
die Begeisterung war nicht mehr so groß wie beim 1. Mal.
Vom 23.
bis 31.Juli 2004 war zum 5. Mal der Sauerland-Wettbewerb angesagt. Insgesamt
wurden in 1 Woche 35.000 km geflogen. In der Club-Klasse erflog
sich im Doppelsitzer das Duo Stefan Greiff / Volker
Stracke den 2. Platz.
2005 Vom
05. bis 08. Mai wurde erneut ein Schnupperkurs angeboten. Melanie Schmidt hat
sich um die Bewerbung besonders gekümmert, sodass so viele Anmeldungen
eingingen, dass einigen Bewerbern abgesagt werden musste. Leider sind von den
Schnuppernden nicht so ganz viele dabeigeblieben.
Auf dem
Holzhallendach ist eine Photovoltaik-Anlage installiert worden, die am
01.06.2005 in Betrieb genommen wurde und zu unserer vollen Zufriedenheit
funktioniert.
Auf Grund
des Waldbestandes in östlicher Richtung sind uns von der Bezirksregierung
Münster die Start- und Landebahnen gekürzt worden. Dies ist eine massive
Einschränkung des Flugbetriebs und kann auf Dauer nicht akzeptiert werden. Es
sind Gespräche mit der Flugplatz-GmbH und dem
Grundstückseigentümer (Kirchengemeinde) geführt worden. Da es aber um viel Wald
und damit um viel Geld geht, ist eine schnelle Lösung nicht zu erwarten.
An der
Fluggemeinschaft Rennefeld ist der Trend von der
reinen Segelflugschulung hin zur Ultraleichtausbildung nicht vorbeigegangen. So
hat der Verein im Jahr 2005 reagiert und alte Segelflugzeuge (
die LS 1 D-0382 und die Ka 8 D-5023) verkauft, ebenso die alte Winde. Neu
angeschafft wurde im September ein modernes Ultraleicht-Flugzeug, eine
2-sitzige Rans S 6 Coyote mit dem Kennzeichen D-MAOW.
Für diese neue Flugsportart stehen 4 Fluglehrer (Frank Demelius,
Paul Stracke, Konny Reimann, Alfred Schnüttgen) zur Verfügung.
Die erste
Frau, die auf dem Rennefeld das Segelfliegen
erlernte, konnte am 01.10.2005 auf ihre 50-jährige Vereinszugehörigkeit
zurückblicken. Elisabeth Schauerte aus Schmallenberg wurde 1955 als 23-jährige
von der Faszination des Fliegens erfasst, hat 20 Jahre lang aktiv dieses für
eine Frau ungewöhnliche Hobby ausgeübt und ist seit 1973 als Kassiererin für
den Verein tätig.
Frank
Beckmann hat bei der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug in der
Senioren 15 m – Klasse den 2. Platz erflogen.
2006 hat erstmals eine Frau im Verein –
Melanie Schmidt aus Oberhennborn – eine
Lehrberechtigung erworben und zwar zunächst für die UL Ausbildung.
Das
komplette Dach der Werkstatt (Falken Halle) musste erneuert werden. Die Arbeit
wurde in Eigenleistung erbracht.
.
Am
09.-10. September fand zum 2. Mal die Jahreshauptversammlung des Deutschen
Ultraleicht-Verbandes auf dem Rennefeld statt. Das
Wetter war gut und sehr viele Teilnehmer aus ganz Deutschland waren mit ihren UL-Flugzeugen da. Alle waren zufrieden mit uns und unserem
Flugplatz.
2007 Am
18. Januar fegte der Sturm Kyrill über das Sauerland und richtete verheerende
Schäden in den Wäldern an. Rund um unseren Flugplatz sah es schlimm aus.
Allerdings hat uns Kyrill eine große Sorge genommen oder besser gesagt –
weggeblasen. Die von der Bezirksregierung Münster verfügte Bahnverkürzung wurde
zurückgenommen, und wir haben wieder die volle Länge der Start- und Landebahn.
Im Laufe
des Jahres 2007 wurde zunehmend deutlich, dass wir mit einem
Ultraleicht-Flugzeug nicht mehr auskommen werden. Um der großen Nachfrage zur UL-Ausbildung gerecht zu werden, haben die Ausbilder nach
langen Überlegungen im Dezember einen Motorsegler der Ultraleichtklasse
bestellt, einen Sinus 912, der im Juni 2008 geliefert wurde und das
Wunsch-Kennzeichen D-MFRG erhielt.
Um den
Neukauf zu realisieren, wurde der Flugzeugpark durch nicht ausgelastete
Flugzeuge (die Motormaschine DR 300, das Segelflugzeug DG 300 und den
Motorsegler SF 25) reduziert.
2008
konnte Paul Stracke aus Gleidorf auf seine 50-jährige
Vereinszugehörikeit zurückblicken
Bereits
in jungen Jahren interessierte er sich für den Luftsport und wollte fliegen
lernen. 1959 bestand er die A-Prüfung und im Oktober 1960 erhielt er den
Luftfahrerschein fürSegelflieger (PPL-C). Im Oktober
1963 legte er die Prüfung als Segelfluglehrer ab. Nachdem die Fluggemeinschaft
1962 ein Motorflugzeug gekauft hatte, schulte er weiter und erhielt im März
1964 die Motorfluglizenz (PPL-A), darüberhinaus den
Motorseglerschein und die Motorsegler-Lehrberechtigung.
Neben
seinen umfangreichen Aufgaben im Verein übernahm Paul Stracke auch
Verantwortung im Verbandsbezirk 12.
Von 1974
– 1988 war er Bezirksausbildungsleiter - heute Gruppenfluglehrer – für 8
Vereine in seinem Bezirk. Die Bezirksregierung in Münster berief ihn 1975 zum
Prüfungsratsmitglied, diese Aufgabe nimmt er auch heute noch wahr.
Paul
Stracke ist noch immer im Verein tätig, inzwischen besitzt er seit 2005 auch
die Ultraleicht- Lehrberechtigung.
Auf der
Jahreshauptversammlung am 08.03.2008 ehrte ihn der Verein für seinen
langjährigen und unermüdlichen Einsatz und seine Verdienste in der Luftfahrt
und Jugendarbeit.
2008 Eine
Großveranstaltung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) mit rd.400 Ausstellern und ca. 40.000
Besuchern fand vom 04.bis 07. Juni 2008 rund ums Rennefeld
statt und machte den Flugplatz Rennefeld in ganz
Europa bekannt.
Am 27.
und 28. September 2008 feierte die Fluggemeinschaft Rennefeld
ihr
75-jähriges
Bestehen mit einem „ Fly und Drive In“. Die
Veranstaltung fand bei herrlichem Herbstwetter unter großer Beteiligung von Fliegerfreunden
und Besuchern statt. Es wurde die ganze Vielfalt des Luftsports – Segelflug,
Ultraleicht, Motorflug, Kunstflug, Oldtimershow, Fallschirmspringen und
Heißluftballonstarts – den begeisterten Zuschauern geboten.
Der Wunsch der Fluggemeinschaft für die Zukunft:
Viel jugendlichen Nachwuchs, der den „Traum vom Fliegen“ weiter trägt.