Die Ausbildung


Im Zuge der europäischen Harmonisierung (JAR/FCL) gelten ab dem 1.5.2003 neue Regelungen für die Ausbildung zum Segelflugzeugführer PPL-C und für Reisemotorsegler (bisher PPL-B). Die bisherige Motorsegler-Lizenz gibt es nicht mehr, diese Berechtigung wurde eingebunden in die Segelfluglizenz oder die Motorfluglizenz und ist jetzt eine Klassenberechtigung für Reisemotorsegler.

Ausbildungsbedingungen und Gültigkeit für Segelflugzeugführer PPL-C

Bedingungen für Reisemotorsegler:
Hier ist zwischen zwei Möglichkeiten zu unterscheiden:

  1. Klassenberechtigung Reisemotorsegler PPL-C, dies setzt eine komplette Segelflugausbildung voraus
  2. Klassenberechtigung Reisemotorsegler JAR-FCL PPL-A

Der Direkteinstieg in die Motorseglerausbildung für Anfänger kann über Variante 2. erfolgen.

Diese Informationen sind auch zu finden beim Deutschen Aero Club (DAeC).

Hier nun zur eigentlichen Ausbildung:
Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer (PPL-C) oder Motorseglerführer wird in der Saison (Ende März bis Anfang Oktober) an den Wochenenden durchgeführt. Unter der Woche kann ebenfalls geschult werden, allerdings muß man sich dann selbst mit einem Fluglehrer verabreden.
Voraussetzung für die Ausbildung sind ein positives fliegerärztliches Gutachten sowie ein Mindestalter von 14 Jahren für die Segelflugausbildung bzw. 16 Jahren für die Motorseglerausbildung (siehe oben). Die Anfängerschulung erfolgt zusammen mit dem Bremer Verein für Luftfahrt, der am gleichen Platz fliegt, zunächst auf den Doppelsitzern ASK13 oder ASK21. Gestartet werden die Segelflugzeuge in dieser Ausbildungsphase vorwiegend an der Winde. Nach dem ersten Alleinflug und einigen Übungsflügen erfolgt der Umstieg auf den Einsitzer Ka8. Sobald man hier mehr Erfahrung gesammelt hat, kann man auf die Kunststofflugzeuge ASK21 und den Astir umsteigen.
Der Flugbetrieb beginnt an den Wochenenden um 9.00 Uhr. Nachdem die Flugzeuge unter den Piloten aufgeteilt sind, die Halle ausgeräumt ist, Start und Seilwinde aufgebaut sind, kann es losgehen. Unter Leitung von erfahrenen Fluglehrern macht der Schüler seine ersten Erfahrungen. Je nach Wetter und Teilnehmerzahl werden pro Flugtag 3-6 Starts von jedem Schüler gemacht. Zunächst geht es um die grundsätzliche Beherrschung des Flugzeuges, den sicheren Start, die saubere Platzrunde und die sichere Landung. Später kommen etwas anspruchsvollere Aufgaben und das Erfliegen der Thermik hinzu.
Die Ausbildung dauert bei regelmäßiger Teilnahme am Flugbetrieb etwa 2 Jahre für den Segelflugschein. Der Motorseglerschein kann etwas schneller erworben werden, da auch in der Woche geschult werden kann und man nicht ganz so abhängig vom Wetter (Thermik) ist.
Diese Zeit mag recht lang erscheinen, aber die Ausbildung innerhalb des Vereins ist sicher die günstigste Möglichkeit, den Luftfahrerschein zu erwerben. Außerdem kann man auch schon nach seinem ersten Alleinflug unter Aufsicht eines Fluglehrers, der am Boden bleibt, das Fliegen allein genießen.
In den Sommerferien wird meist ein Sommerlehrgang veranstaltet, in dem zwei Wochen lang intensiv geflogen wird. Absolute Anfänger können bei entsprechendem Wetter meist den Lehrgang mit ihrem ersten Alleinflug abschließen.
In den Wintermonaten findet ein theoretischer Lehrgang statt, der ebenfalls für den Luftfahrerschein nötig ist. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung, dann erhält man die begehrte PPL-Lizenz.
Wer sich mit der Fliegerei noch nicht so sicher ist, für den gibt es die Möglichkeit, "Schnuppermitglied" zu werden. Dabei nimmt man für sechs Wochen wie jeder andere Flugschüler am Flugbetrieb teil und gewinnt einen intensiveren Einblick in die Fliegerei und das Vereinsleben. Danach kann man sich entscheiden, ob man das ganze dann fortsetzen möchte oder nicht.


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