Fliegerclub Oschatz e.V. Berichte des Fliegerclub Oschatz e.V. Die Flugsportler der ersten Stunde Hobby-Piloten trafen sich am Sonnabend auf dem Flugplatz in Oschatz Lesen Sie unsere Berichte Erfahren Sie mehr über das Fliegen lernen Unsere Tarife Sehen Sie unsere Flugzeuge Der Pressespiegel Aktuelle Termine Von HEINZ GROSSNICK  Oschatz. Sie sind die Flieger der ersten Stunde und trafen sich am  Sonnabend auf dem Oschatzer Flugplatz.  Knapp 20 Frauen und Männer aus Sachsen und Thüringen, die von  1958 bis 1976 in Oschatz ihrem Hobby nachgingen. Eingeladen hatte  dazu Angela Pollmer aus Oschatz. Die 56-Jährige ist seit 21 Jahren im  Oschatzer Fliegerclub aktiv und jetzt als Fallschirmwart, Flugleiter  und Beauftragte für Luftaufsicht tätig.  „Es bestand das große Bedürfnis, dass sich mal alle gemeinsam wieder treffen.  Dieser Generation haben wir es schließlich zu verdanken, dass Oschatz heute  diese Flughalle hat“, so Pollmer. Der Bau der Flugzeughalle begann 1958  durch die damals in der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) organisierten  Kameraden. Tatkräftige Hilfe bekamen sie von volkseigenen Betrieben aus der  Region, Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) und sowjetischen  Soldaten. Die geplanten Kosten beliefen sich auf 95 000 DM. Allerdings  konnten durch 9235 Aufbaustunden 33 000 DM eingespart werden. Zu den  Fliegern der ersten Stunde gehört auch Werner Pinkert. Der 78-Jährige begann  1953/54 mit der Fliegerei und bildete ab Ende der 50er Jahre als Fluglehrer  mehrere 100 Flugschüler aus. Einziges weibliches Mitglied war damals Monika  Andrä, die 1966 ihren Flugschein erwarb. „Ich war damals in der Lehre und  konnte am Wochenende nicht nach Hause fahren. Da hat mich dann Dietmar  Siegel mit auf den Flugplatz genommen und so bin ich zur Fliegerei  gekommen“, erinnert sich die 63-Jährige, die heute in Gera lebt. „Wir hatten  tolle Erlebnisse. Damals war dieser Sport nicht vom Geld abhängig. Für Lehrlinge betrug der GST-Beitrag 50 Pfennig im Monat“, erinnert sie sich. Von 1956 bis 1961 frönte auch Dieter Otto aus  Schweta der Fliegerei. „Wir waren damals die erste Fluggruppe, die mit der Theorieausbildung in der damaligen Waagenfabrik begann“, so Otto, der vor allem vom Zusammengehörigkeitsgefühl der  damaligen Zeit schwärmt.  Mit in der Runde war am Sonnabend auch Günter Ende aus Mehderitzsch. „Mein Vater war schon Flieger und seit meiner  Kindheit hatte ich Interesse an der Fliegerei“, bekundet der 61-Jährige, der von 1966 bis 1970 in Oschatz in die Lüfte ging.  „Dann kam die Armeezeit und danach habe ich bis ein Jahr vor der Wende als Agrarflieger in Beilrode gearbeitet“, so der  Mehderitzscher, der seine Begeisterung auf den Punkt bringt: „Einmal Flieger, immer Flieger.“  Unfassbar für alle Beteiligten, dass am 25. April 1976 auf Weisung der zuständigen Luftfahrtstelle in Berlin der Flugbetrieb  „zeitweilig ausgesetzt“ wurde. Im April 1990 dann der Neuanfang. Wolfgang Pollmer sammelte Unterschriften zur  Gründung des Fliegerclubs Oschatz. 65 Segelflieger, Familienangehörige und Anhänger des Luftsports unterzeichneten  schließlich den Antrag. „Erstaunlich, mit welchem Interesse der Platz wieder belebt wurde“, hebt Peter Köhler aus  Cannewitz hervor. „Da standen plötzlich 30 Leute auf dem Platz und wollten fliegen. Das hatte keiner erwartet.“  Die Teilnehmer des Treffens tauschten am Sonnabend nicht nur Erinnerungen aus. Angela Pollmer zeigte eine Power-  Point-Präsentation über 83 Jahre Fluggeschichte in der Region Oschatz. Die möchte sie auch anderen interessierten  Vereinen nicht vorenthalten. Kontaktaufnahme ist im Internet unter   www.fliegerclub-oschatz.de möglich. Knapp 20 Frauen und Männer aus Sachsen und Thüringen, alle Flugsportler der ersten Stunde, trafen sich am Sonnabend auf dem Oschatzer Flugplatz. Sie waren von 1958 bis 1976 als Hobbypiloten aktiv. Foto: Dirk Hunger Fachsimpelei am Motorsegler Falke. Auch der Austausch von Erinnerungen kam am Sonnabend nicht zu kurz. Quelle: OAZ 17.10.2011 Seite 13