Die Sucht

Fliegen macht süchtig. Wir machen aus unserem Laster keinen Hehl - es ist (noch?) nicht verboten.

Die Sucht macht sich zunächst bemerkbar in einer veränderten Himmelsbeobachtung. Waren früher Wolken belanglos, werden sie nach erfolgter Flugausbildung so gelesen wie Buchstaben, wenn man lesen gelernt hat: man kann sich dem Bild nicht entziehen.

Pervers wird es erst, wenn man gutes Wetter nicht mehr genießen kann, weil man - aus welchen Gründen auch immer - nicht zum Fliegen kommt. Leute, die sich über schlechtes Wetter freuen, sind entweder Landwirte oder Flieger, die arbeiten müssen.

Viele hat die Sucht ihr Leben lang nicht verlassen: sie haben es der Fliegerei oder der Flugwissenschaft gewidmet. Wir finden das in Ordnung und sind bestrebt, den Grundstein für eine solche Lebensplanung zu legen. Die Karriere vieler bedeutender Wissenschaftler in Luft- und Raumfahrt begann in der FFG.

Um denjenigen, die über andere Wege den Einstieg in die Luft- und Raumfahrtwissenschaft gefunden haben, eine Idee zu vermitteln, wofür sie arbeiten, führen wir regelmäßig Fortbildungs-Veranstaltungen für Beschäftigte des DLR Göttingen durch.