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Ein Körper, der ein Medium, z.B. Luft, durchströmt, ist folgenden Kräften ausgesetzt:
Luftwiderstand, Auftrieb und Gewichtskraft
Beim stationären Gleitflug eines Segelflugzeuges müssen diese drei Kräfte ein
Gleichgewicht bilden und zwar in vertikaler Richtung: Auftrieb = Gewichtskraft, und in
horizontaler Richtung: Luftwiderstand = Vortrieb
Ist der
Auftrieb kleiner als die Gewichtskraft, so wird das vertikale Gleichgewicht nicht mehr
eingehalten und das Flugzeug sinkt. Um das horizontale Gleichgewicht aufrecht zu erhalten,
muß eine Antriebskraft erzeugt werden. Dies geschieht bei Motorflugzeugen durch den Motor
und den Propeller, der Schub erzeugt. Da das Segelflugzeug über keinen Antrieb verfügt,
kann es nur über einen abwärts gerichteten Gleitflug, bei dem der Vortrieb eine
Komponente der Gewichtskraft darstelle, im stationären Gleichgewichtszustand bleiben.
Die
Tragflächen eines Segelflugzeuges erzeugen bei entsprechender Anströmung eine nach oben
gerichtete Kraft: den Auftrieb.
Ein einfaches Denkmodell hilft dieses Phänomen zu verstehen:
Man stelle sich vor, die den Flügel anströmende Luft teilt sich an der Flügelnase in
zwei Teilchen. Das obere Teilchen muß in der gleichen Zeit einen etwas längeren Weg als
das untere Teilchen zurücklegen, an der Oberseite entsteht dadurch ein Unterdruck, an der
Unterseite entsteht Überdruck. Je stärker die Anströmung, desto stärker wird der
Auftrieb an den Tragflächen. Daneben wird allerdings bei steigender Geschwindigkeit des
Flugzeuges auch der Luftwiderstand größer.
Jedes Flugzeug hat bestimmte Flugeigenschaften bzw. Flugleistungen. Dazu gehören insbesondere:
Die Mindestgeschwindigkeit ist insbesondere abhängig vom Gewicht
des Segelflugzeugs und vom Profil der Tragflächen, während die Höchstgeschwindigkeit
insbesondere von der Bauweise (Holz, GFK, Gemischtbauweise, etc.) abhängt.
Das Gleitverhältnis und das geringste Sinken eines Segelflugzeuges sind nur vom
Auftriebsbeiwert und vom Widerstandsbeiwert, und somit nur von der Bauform (Form,
Oberflächenbeschaffenheit, Profil, Spannweite, etc.) abhängig.
mit freundlicher Genehmigung der AKAFLIEG BIELEFELD e.V.
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Diese Seite wurde zuletzt geändert am Sunday, 30-Jan-2005 00:53:50 CET.