Soaring Safari 1999 Week4

12.Juli - 17.Juli 1999

12. July: Endlich, blauer Himmel in der früh. Erwartete Temperaturen in den neunziger versprachen einen guten Thermiktag. Andy mit der DG400 und Reiner mit dem Ventus sind heute an der Reihe. Arlen unser Fliegerfreund aus Blanding wird uns mit seinem Motorsegler, einer Lark IS28, ein Stück weit begleiten. Helmut und Stehle sind heute Crew.


Feuchte Monsunluft zwang uns nach Westen auszuweichen
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Die esten Cumuli haben sich bereits über den Blue Moutains nördlich von Blanding gebildet, als die DG400 und der Ventus starten. Ein Traumtag! Doch zuerst war die Motorleistung gefragt bis zu den Blue Mountains, wo uns der Einstieg gelang. Andy und Reiner tasteten uns über dem Canyonlands Nationalpark langsam voran, unter uns mahnten die schroffen Felsen an unser Versprechen, immer in Reichweite eines Landeplatzes zu bleiben. Canyonlands, jeder Reisende in dieser Gegend kennt Dead Horse Point, The Needles, Island in the Sky und das Zentrum für alle Mountain Biker, Rafter und Four Wheel Driver, Moab ! Von hier gehen die Schlauchboottouren aus den Colorado River hinunter bis zum Lake Powell. Wir kreisen über dem Colorado River, dem Green River und über dem Arches National Park und saugen dieses einmalige Schauspiel in uns auf; doch die Ruhe geht in Nervosität über, denn vor uns ist der Himmel blau, nicht der kleinste Bart läst uns auf einen ruhigen Weiterflug hoffen. Der Flugplatz von Canyonlands ist ohne Problem in unserem Gleitwinkel, aber Green River, wo die Crew uns vorerst erwartet, ist ohne Lift nicht zu erreichen.


Arches National Park
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Andy in the DG400 pulling up in a thermal
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Wir stochern im Blauen und das Zusammenspiel mit Andy, den Reiner an diesem Tag ablöst, da er nach Deutschland zurückkehrt, zahlt sich aus. Zwischen Green River und Price erhalten wir den letzten Bart, um den Endanflug antreten zu können und den traumhaften Tag mit einem 5 Meterbart bis auf 16.300 ft. zu beenden.


Bei Basishöhen um die 16 500 ft ist Sauerstoff angesagt
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Carbon County Airport by Price in Utah
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Blue sky in the morning, good soaring day expected. Andy and Reiner flew from Blanding to Price, starting with thermals up to 12 000 ft over the Blue Mountains, fighting blue holes between Canyonlands and Green River ending up with very good thermals up to 16 500 ft around Price.

13. July : Die warme feuchte Monsunluft folgte uns bis Price. Andy fuhr heute in Richtung San Francisco, von wo er nach Deutschland zurückfliegen wird. Wir besuchten das Prehistoric Museum in Price, das vier vollständige Dinosauriergerippe beherbergt, die 25 Meilen von hier gefunden wurden.
Nachdem unser Van beim Bremsen seltsame Geräusche von sich gab, haben wir schnell neue Bremsen auf die Hinterräder machen lassen und den Staub der letzten Wochen mit einer Vollwäsche weggeputzt. Reiner machte mit Arlen in dessen Lark Doppelsitzer entlang der Berge nördlich von Price für fast drei Stunden Hangsegelflug, während sich rings um sie die Gewitter austobten.
Andy left us today driving towards San Franscisco. The warm monsun air has followed us to Price. We visited the Prehestoric Museum of Price, impressive! Reiner flew for almost 3 hours with Arlen in his Lark ridge soaring the mountains north of Price surounded by thunderstorms. The van got new breaks and a car wash and we a good dinner.

14. July: Das Wetter wurde noch schlechter und wir beschlossen, den Nine Mile Canyon, der eigentlich 42 Meilen lang ist, mit seinen vielen Petroglyphen zu besichtigen. Ein Tagestrip, wenn man den nördlichen Ausgang über Duchesne nimmt. Der frisch gewaschene Van wurde auf den Dirt Roads richtig eingestaubt und am Ende unseres Trips durch heftige Regenfälle wieder eingesaut. Es war ein interessanter Trip. Der Rückweg ging über Indian Canyon. Auf den knapp 9000 ft hohen Pass war ca.2 cm frischer Schnee!


Petroglyphen im Nine Mile Canyon .

15. July: Endlich besseres Wetter, zumindest so gut, dass wir mit Motor von Price wegfliegen konnten. Schon beim Start um 11 Uhr bildeten sich niedriege feuchte Wölkchen. Schnell weg, bevor es wieder zumacht.
Arlen hatte die schlechte Wettervorhersage für die nächsten Tage so deprimiert, dass er nach Blanding zurückflog. Helmut hatte nach dem Start in, Gott sei Dank bei genügender Höhe, starken Drehzahlabfall (eventuell Vergaservereisung) mit der DG400 und musste wieder landen. Stehle flog weiter, nach Heber City, dann nach Evanston WY und wenn möglich bis Afton, WY. Die DG4000 wurde kurzerhand in die Box gepackt und Helmut fuhr mit Reiner Stehle hinterher.
Für Stehle war es wieder ein Flug zwischen und über den Wolken bis ca. 30 km nördlich von Evanston, dann entschied sie sich umzukehren und in Evanston, WY zu landen. Nach dem Touchdown ist der Reifen des Hauptrades geplatzt. Mit der Hilfe von John und Mike von Star West Aviation in Evanston, konnte der Ventus von der Runway gehoben werden. Helmut und Reiner haben erst in Afton WY erfahren, dass Stehle in Evanston gelandet ist und mussten wieder 120 Meilen zurückfahren. Es war nicht unser Tag. Um 21:30 waren wir dann alle wieder zusammen bei einem guten Lobster in Best Western Restaurant.

16. July: Heute war Reparaturtag. DG400 aufbauen, mit dem Van den Ventus aus dem Dreck neben der Runway rausziehen und abbauen. Dann wieder aufbauen, Hauptrad ausbauen, neuen Reifen aufziehen und wieder aufbauen. Die ganze Aktion wurde immer wieder durch heftige Regenfälle unterbrochen. Ein kleiner Trost, nicht nur bei uns war das Wetter schlecht, praktisch überall im Westen war es so. Vor allem hat es stark abgekühlt. Langsame Erwärmung in den nächsten Tagen. ist angesagt


Von oben bringt der Jetstream kalte und feuchte Luft. Vom Süden mischt er monsunale Golfluft dazu. A perfect mess!
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