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Ralf Spleet




  • 37df0ec2.igc

    • 13. Juli 2003
    • LS4b
    • D-6376


    • Ein Sonnabend im Juli - oder ein 500er für Tiefflieger



      Der Wetterbericht versprach recht gutes Segelflugwetter mit anfänglich relativ niedriger Basis, im Tagesverlauf aber stark ansteigend. Als ich kurz vor 9.00 Uhr an der Halle war herrschte noch absolute Ruhe. Wir haben zur Zeit kaum Frühaufsteher und zur Vergabe der Vereinsflugzeuge waren nur zwei Piloten anwesend. Damit hatte ich meinen Sitzplatz in der LS4b (BZ) gesichert und konnte alles für einen Überlandflug vorbereiten. Flieger aus der Halle geholt, Akku, Logger und meinen neuen Trinkbeutel eingebaut und schon mal rumhorchen wer von den Privatfliegern auf Strecke möchte. Es war noch Zeit, denn die Thermik setzt bei uns immer später als angekündigt ein.

      Richtig gewaschen wurde am letzten Wochenende scheinbar nicht, Rumpf und Leitwerk waren noch voller Fliegen. Somit Eimer, Schwamm und Leder geholt - gewaschen und hinterher die Nasenleiste poliert (war irgendwie überfällig).

      Das "Anmeckern" des letzten Piloten wollte ich mir für das abendliche Biertrinken aufheben.

      Während des polierens kamen die ersten "Sprüche" ("Wo willst du denn ganz hin" - "willst wohl 500 fliegen" - "Ralf hat großes vor....."). Der Austausch mit den anderen Überlandfliegern ergab eine nicht uninteressante Streckenführung. Es gab tatsächlich einige die ein 500er mit Start auf dem Schenkel planten. Dazu zunächst nach Westen in Richtung Osnabrück, dann nach Osten südlich an der Kontrollzone Hannover vorbei, weiter nach Norden in die Heide und zurück nach Hoya. Die Idee fand ich richtig gut und habe dann ganz schnell meinen Logger mit den nötigen Daten gefüttert, Flieger an den Start geschoben und abgewartet.

      Das Wetter hatte sich immer noch nicht richtig entwickelt, aber die Zeit drängte. Also ran an die Winde und aufwärts. Der erste Bart war irgendwie ziemlich lahm, 0,5 Meter steigen, aber "wird schon werden" dachte ich mir. Es wurde aber nicht und bei 750 Meter war Schluss mit lustig und die Basis erreicht. Nach 20 Minuten hatte ich erstmal genug und bin gelandet. Einzelne waren schon abgeflogen quälten sich zwischen 600 und 800 Meter ab. "Na denn, viel Spaß" dachte ich mir und holte mir ein Eis und legte mich in die Sonne.

      Um 12.00 Uhr der zweite Versuch. Direkt aus der Winde hatte ich Thermik und konnte kurbeln. Die Basis war immer noch sehr niedrig (unter 1000m). Ich flog dennoch in Richtung Westen ab und quälte mich von Wolke zu Wolke. Nach 30 km gab ich auf und wollte mit dem Wind zurück zum Flugplatz fliegen. Bisher stellte diese Entfernung kein Problem dar. Unter normalen Umständen ist die Basis zu dieser Jahreszeit deutlich höher und mit mehr als 1000 m unterm Hintern kommt man bequem nach Hause. Dummerweise hatte ich die erforderlichen 1000m noch gar nicht erreicht und mein Logger gab mir eine Höhe von 300 m unter Gleitpfad an. Irgendwie hatte ich das Minuszeichen vor der Endanflughöhe übersehen.

      Während ich zurück in Richtung Osten flog vielen mir die vielen frischen Stoppelfelder auf, "schöne Außenlandefelder" dachte ich mir, flog weiter und trullerte so vor mich hin. Die Felder kamen immer näher, wurden immer größer und "Schei.... nur noch 300 Meter und keine Thermik in Sicht, warum hatte ich bloß den letzten Bart stehen lassen? "Ralf ganz ruhig, wird schon werden" dachte ich mir und suchte weiter. Mir fehlte dieses angenehme Variogeräusch, von dem unangenehmen hatte ich mehr als genug. Es kam wie es kommen musste, ein Acker musste her. Ich hatte es schon erwähnt, es gab viele möglichkeiten und das Feld auf 9 Uhr sah richtig nett aus. Die am Ende stehenden Hochspannungsleitungen stellten keine Gefahr da.

      OK, dachte ich mir, es soll so sein und jetzt bitte eine vernünftige Landeinteilung. Position, Fahrwerk raus, Queranflug, Endteil und Klappen raus. Stoppelfelder sind wie Flugplätze, eine Landung kein Problem.

      Am Rand des Ackers war das frische Stroh bereits zu großen Rundballen gepresst, in der Mitte lag es noch lose aufgereiht. Zwischen den Reihen war ausreichend Platz. Vermutlich war der Bauer am Vortag nicht fertig geworden oder gerade zum Mittagessen nach Hause gefahren.

      Jetzt aber die Außenlandefrage Nr. 1: Wo bin ich eigentlich ?

      Die grobe Richtung hatte ich natürlich, aber wie sollen die Rückholer fahren ?

      Eine Runde Wandern war angesagt, auf zum nächsten Ort. Als ich das Ortsschild erreichte, konnte ich gleich wieder umdrehen denn die Position war eindeutig. Auf dem Flugplatz angerufen und die Sachlage geschildert. Das abholen wurde organisiert und ich konnte zum Flieger zurückgehen.

      Warum war es auf einmal so heiß, warum flimmert die Luft so komisch und warum stehen so wunderbare Wolken am Himmel? .................

      Das Wetter wurde tatsächlich deutlich besser und entsprach immer mehr dem Wetterbericht. Aber zu Spät, ich war schon unten. Unglücklicherweise ging auf einem benachbarten Acker eine kleine Windhose ab und nahm Stroh mit nach oben. Das Stroh flog immer weiter und ich saß hier am Boden und musste auf meine Rückholer warten.

      Am Acker angekommen sah ich einen großen Trecker mit Ballenpresse der um die LS4 rumkurvte. Der Trecker war recht neu und hatte eine Klimaanlage und der Fahrer vermutlich keine Lust auszusteigen.

      Freundlich gegrüßt hat er, ich natürlich auch denn ist es war vermutlich der Eigentümer des Ackers. Als er nicht mehr weiter konnte weil so ein weißes Flugzeug im Weg lag kam der Fahrer doch und wir haben uns sehr nett unterhalten. Ich erklärte die Außenlandung, das es keine Notlandung war und das gleich jemand mit einem langer Anhänger kommt und mich abholt. Kein Problem sagte er, das restliche Stroh kann er auch später pressen und fuhr davon. Schön das es freundliche Menschen gibt.

      Die Rückholer kamen kurz darauf und "oh Schreck" es kam der, der die LS4 beim letzten mal nicht richtig gewaschen hatte. Mit dem Meckern wurde also auch nichts, denn wer meckert schon seinen Rückholer an, oder?

      Nachdem der Rückholer auf dem Rückweg noch sein neues Navigationssystem vorführen konnte waren alle Glücklich.

      Auf dem Flugplatz angekommen haben wir den Hänger gleich am Start abgestellt und den Flieger wieder aufgerüstet. Es dauerte nicht lange und die LS4 war wieder in der Luft.



  • 367F0EC2.igc

    • 7. Juni 2003
    • Discus b
    • D-5475






Letzte Änderung am 29.7.2003 von B.W. Hennig