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Klaus Jourdan




  • Es war Mittwoch, der 20.August 2003. Der Wetterbericht sagte gutes Thermikwetter mit Cumulusbewölkung vorraus. Da ich im Dezember letzten Jahres schon meine PPL- Theorie geschrieben hatte, wurde es für mich langsam eng, die 50 km Strecke endlich vorzubereiten. Am heutigen Tag sollte es einer der Übungs-Zielrückkehrflüge werden, als Vorbereitung für den 50 km Streckenflug einige Tage später.
    Somit war ich morgens um halb 10 auf dem Flugplatz in Aschaffenburg. Da wir in dieser Woche noch Fluglager hatten, waren noch mehr Segelflieger auf dem Platz. Wir räumten die Halle aus und ich kümmerte mich um unseren Schulungseinsitzer einen Jeans Astir.
    Der Flieger wurde gecheckt und der Logger gefüttert. Danach wurde noch Jan als Rückholer für den Fall des Falles organisiert. Zum Schluss bekam ich noch den schriftlichen Flugauftrag unterschrieben. Ich hatte geplant, als Übung von Aschaffenburg (EDFC) nach Mainbullau (EDFU) und zurück zu fliegen.
    Dann war warten angesagt. Warten auf das versprochene Cumuluswetter. Mit der Zeit zogen dann ein paar Wolken auf, leider nicht ganz das versprochene Wetter wie in der Vorhersage.
    Als ich startete wars etwa 14.00 Uhr und es hatte leichte Abschirmungen von Norden und im Süden größtenteils blau mit ein paar abtrocknende Cumulanten.
    Zugegebenermassen war ich nach dem Start dann schon nervös, immerhin der erste Flug, der ausserhalb des Gleitwinkelbereichs des Flugplatzes gehen sollte.
    Ich flog Richtung Süden, ein paar Kilometer bis zu unserem Segelflugsektor der bis 4000 Fuss offen war. Dort hab ich dann den nächsten Bart bekommen und konnte bis an die 4000 Füsse steigen. Damit war die Entscheidung zum Abflug gefallen, direkt ins Blaue. Einige Kilomenter südlich wären dann sogar 4500 Füsse erlaubt gewesen, aber die hab ich dann beim nächsten Bart leider nicht mehr erreicht.
    Hätte ich aber besser, denn als nächstes kamen eine Reihe von Sauflöchern über dem Odenwald. Zugegebenermassen, wenn man ein Neuling ist wie ich, macht man dabei u.U. so einige Fehler. Ich hab zwar zwischendrin immer wieder Bärte gefunden, aber ich kam nie wieder auch nur annähernd auf die 4000 Fuss. Meine Nervosität steigerte sich und damit die Unfähigkeit, Bärte zu finden und vernünftig zu zentrieren. Ich schaute mich schon ständig nach möglichen Feldern um und da ich momentan eher über Wald unterwegs war, beschloss ich bei 2500 Fuss, den Main zu überqueren und mein Heil im Spessart zu suchen. Keine gute Entscheidung, denn zum Flugplatz Vielbrunn hätte es gereicht.
    Die Überquerung des Mains hat mir dann den Rest gegeben. Das Maintal war wieder ein Saufloch. Über erhöhtem Gelände im Spessart, näherte ich mich dann einem freien Gelände mit mehreren Äcker und kleinen Fahrwegen. Ein Blick auf den Höhenmesser ergab nur noch 1800 Füsse. Ich beschloss, dass dieses Feld für meine erste Aussenlandung herhalten muss. Abflug in den Gegenanflug wurde für 1500 Fuss beschlossen und ich schaute mir bis dahin noch das Gelände gut an und versuchte noch ein letzes Mal einen Bart finden. Der den ich fand, war aber wirklich viel zu schwach. Der Versuch per Funk die Landung anzukündigen schlug auch fehl, es waren Berge im Weg.
    Mein Landefeld war ein schöner Acker, etwas kurz aber dafür leicht ansteigend und frei von Hindernissen. Dahinter lag, durch einen Teerweg getrennt ein weiterer Acker, auch zum Landen geeignet. Nur leider am Anfang deutlich stärker ansteigend, dann wieder abfallend. Also Anflug mit Rückenwind auf den ansteigenden Acker. Im Gegenanflug lag ein kleiner Hügel, der mich veranlasste früher in den Queranflug einzudrehen wie ich wollte. Im Queranflug zog ich schon die Klappen und drehte dann in den Endteil.
    Mein 1. Landeacker war zwar erreichbar, aber leider nicht am Anfang, ich beschloss den 2. Acker zu nutzen, nahm die Klappen etwas zurück und setzte auf dem ansteigenden Teil des 2. Ackers auf. Ich rollte nach oben und als es wieder nach unten ging wollte ich dann schon so langsam mal anhalten, weil der Acker auch bald zu Ende war und die Begrenzung bestand aus einem grosser Erdwall. 20m vorher Knüppel ganz nach vorne und ein beherzter Tritt ins Seitenruder.
    Eigentlich wollte ich nur eine Kurve rollen, aber daraus wurde ein Ringelpiez mit einer halben Umdrehung. Dabei wurde Staub aufwirbelt, dann war Stille. Nachdem sich der Staub verzogen hatte, stieg ich aus und stellte zur Erleichterung fest, daß der Flieger und ich noch völlig intakt waren.
    Ich lief zu einem Auto das in der Nähe hielt und fragte den Fahrer die primäre Frage:" Entschuldigung, aber ähm..., wo bin ich hier?". Der schaute etwas befremdet, bis er das Flugzeug auf dem Acker sah und gab mir den Ortsnamen Grossheubach. Nachdem meine Rückholer informiert waren, begab ich mich zurück zum Flugzeug.
    Kurze Zeit später, ich schaute ab und zu mal auf die Landstrasse, wo meine Rückholer kommen mussten, hörte ich plötzlich ein Reifenquietschen. Ein Kleinbus legte ohne erkennbaren Grund ein Vollbremsung hin, bog ab und fuhr ziemlich schnell den Feldweg zu meinem Acker hinauf.
    Als er parallel zu mir kam, bremste er wieder heftig ab (die Staubwolke was sicher grösser, als die meiner Landung), stieg aus und rief mir zu," Gehts Ihnen gut, sind sie verletzt? Ich ruf doch besser mal einen Krankenwagen". Ich antwortete, dass er das nicht tun sollte, denn mir ginge es prima. Ich sei unverletzt und ganz normal und problemlos gelandet. Da er mir wohl angesichts des eingestaubten Fliegers auf dem Acker das mit dem "normal gelandet" nicht wirklich glaubte, kam er erstmal, immernoch mit Handy in der Hand, zu mir auf den Acker gelaufen und meinte ich hätte doch ganz sicher nen Schock und sollte doch auf alle Fälle ins Krankenhaus. Ich erklärte ihm daraufhin nochmal, dass so eine Aussenlandung weder ein Absturz noch eine Notlandung sei, sondern ab und zu vorkommt und jedem Segelflieger mal passiert.
    Nachdem er sich noch 2 Minuten mit mir unterhalten hat, steckte er endlich das Handy weg. Ich bedanke mich bei ihm für die Anteilnahme, erklärte ihm noch weswegen ich hier gelandet war("Nein, mir ist nicht der Wind ausgegangen, oder gehen Segelschiffe bei Flaute unter? Ich habe nur keine Thermik mehr gefunden"), dann fuhr er deutlich langsamer wie er gekommen war wieder davon.
    Die Sache mit dem Wind durfte ich, bis meine Rückholer kamen, noch sicherlich 5 mal anderen Zuschauern erklären, die waren aber weniger besorgt um mich.
    Also meine Rückholer eintrafen wurde der Astir in den Hänger verfrachtet und wir machten uns auf die Heimreise.







    Letzte Änderung am 18.9.2003 von B.W. Hennig